Die Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) hat ihr Kursangebot im Bereich Informatik und Digitale Medien um fünf neue Lehrgänge erweitert. Die Programme zu Design Thinking, Scrum, Natural Language Processing und Prompt Engineering reagieren auf den rasant wachsenden Bedarf an KI- und Agilität-Kompetenzen in nahezu allen Branchen. Alle fünf Kurse sind vollständig als Digitalkurse konzipiert.
Warum jetzt und warum so schnell?
„KI verändert die Art, wie wir arbeiten“, sagt Goran Minov, Fachbereichsleiter Informatik und Digitale Medien bei der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD). Auch der KCE-SkillsMonitor des Schwesterunternehmens Klett Corporate Education belege deutlich steigende Anforderungen an Kompetenzen in agilen Methoden und KI. Die Entwicklung der neuen Kurse – von der Konzeption bis zur Materialentwicklung – dauerte zwischen drei und sechs Monaten. Das sei nur durch intensive Zusammenarbeit im Fachbereich gelungen, so Minov. Ein zentraler Vorteil der rein digitalen Kursformate: Inhalte lassen sich viel schneller aktualisieren als bei gedruckten Materialien – in einem Umfeld, das sich so schnell verändert wie KI und agiles Arbeiten, ein entscheidender Faktor.
Trotz des digitalen Formats bleiben persönlicher Kontakt und Betreuung gesichert: Alle Kurse umfassen regelmäßige Live-Sessions, in denen Teilnehmende Aufgaben bearbeiten, Fragen stellen und Praxisinput erhalten.
Die fünf neuen Kurse im Überblick
- Design Thinking Coach (2 Monate): Das aus der Designforschung stammende Rahmenwerk hilft dabei, Probleme so zu lösen, dass das Ergebnis sowohl aus Nutzerperspektive überzeugt als auch marktorientiert ist. Der Kurs richtet sich vor allem an Innovationsmanager, Produktverantwortliche und Menschen in kreativen Berufen. Laut Minov wird Design Thinking bisher kaum als Fernlehrgang angeboten – ein Alleinstellungsmerkmal der SGD.
- Scrum Master (2 Monate): Die Scrum-Methode, 1995 von Jeff Sutherland und Ken Schwaber entwickelt, bietet einen Rahmen für schrittweises, zielorientiertes Arbeiten. Der Scrum Master sorgt dafür, dass das Team störungsfrei arbeiten kann. Der Kurs bereitet auf die externe, international anerkannte Scrum-Zertifizierung vor.
- Scrum Product Owner (2 Monate): Der Product Owner verantwortet das Endprodukt und stellt sicher, dass stets das aus Kundensicht wertvollste Ergebnis entsteht. Auch dieser Kurs bereitet auf die offizielle Scrum-Zertifizierung vor.
- Spezialist/in für Natural Language Processing (3 Monate): Natural Language Processing – die maschinelle Verarbeitung von Sprache – ist die technologische Basis hinter Sprachmodellen wie ChatGPT. Der Kurs richtet sich an Interessierte mit Vorkenntnissen in Datenauswertung und der Programmiersprache Python. Die Lerninhalte wurden in Kooperation mit dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) entwickelt, das auch die Tutorinnen und Tutoren stellt. Besonderheit: Die Wilhelm Büchner Hochschule in Darmstadt erkennt den Kurs als Teil ihres Bachelor-Studiengangs „Künstliche Intelligenz“ an.
- Prompt Engineering für generative KI (4 Wochen): Der Kurs vermittelt in zwei Blöcken, wie sich KI-Anwendungen gezielt steuern lassen – im ersten Block anhand von ChatGPT (Textprompts), im zweiten anhand von MidJourney (Bildgenerierung). Absolventen sollen in der Lage sein, hochwertige, zuverlässige und ethisch vertretbare KI-gestützte Outputs zu erstellen.
Einstieg fast immer ohne Vorkenntnisse
Die meisten der neuen Kurse setzen kein Spezialwissen voraus und sprechen damit eine breite Zielgruppe an. Lediglich der NLP-Kurs erfordert Vorkenntnisse in Datenverarbeitung oder Programmierung. Englischkenntnisse sind bei einigen Kursen empfehlenswert.
Alle Informationen zu den neuen Kursen sowie zum gesamten SGD-Angebot gibt es unter: www.sgd.de
