Eine Krankenschwester (auch Krankenpfleger genannt) verdient in Deutschland je nach Tarif, Berufserfahrung und Bundesland im Schnitt ca. 3.100 bis 4.200 Euro brutto pro Monat. Zum Einstieg liegen die Gehälter meist bei rund 2.900 bis 3.300 Euro brutto, mit Erfahrung und Zulagen sind ca. 4.500 Euro brutto und mehr möglich.
Krankenpfleger Gehalt
Kurzantwort: Berufseinsteigerinnen verdienen häufig ca. 2.900 bis 3.300 Euro brutto monatlich. Der Durchschnitt liegt bei rund 3.400 bis 3.900 Euro brutto. Mit mehreren Jahren Erfahrung, Zusatzqualifikationen und Schichtzulagen sind ca. 4.200 bis 4.800 Euro brutto realistisch.
Gehaltstabelle
Die Tabelle zeigt typische Bruttogehälter als Näherungswerte. In vielen Kliniken gilt der TVöD Pflege oder ein vergleichbarer Tarif. Zulagen können das Monatsgehalt erhöhen.
| Karrierestufe | Brutto pro Monat (ca.) | Brutto pro Jahr (ca.) | Einordnung |
|---|---|---|---|
| Einstieg nach Ausbildung | 2.900 bis 3.300 Euro | 34.800 bis 39.600 Euro | TVöD P7 bis P8, Stufe 1 |
| Mit Erfahrung | 3.400 bis 3.900 Euro | 40.800 bis 46.800 Euro | Höhere Stufen im Tarif |
| Fachweiterbildung | 3.800 bis 4.600 Euro | 45.600 bis 55.200 Euro | Intensiv, OP oder Anästhesie |
| Leitungsfunktion | 4.500 bis 5.300 Euro | 54.000 bis 63.600 Euro | Stationsleitung oder Pflegeleitung |
Wovon hängt das Gehalt einer Krankenschwester ab?
Das Einkommen in der Pflege wird stark durch Tarifverträge und Einsatzbereiche geprägt. Diese Faktoren spielen die größte Rolle:
- Berufserfahrung und Tarifstufe
- Arbeitgeber wie Krankenhaus, Pflegeheim oder Zeitarbeit
- Region und Bundesland
- Schicht und Zulagen für Nacht, Sonn und Feiertage
Gehalt nach Berufserfahrung
Mit zunehmender Erfahrung steigt das Gehalt vor allem über die Tarifstufen. Nach etwa fünf Jahren liegen viele Krankenschwestern bei ca. 3.600 bis 4.000 Euro brutto. Nach zehn Jahren und mit regelmäßigen Zulagen sind ca. 4.200 Euro brutto keine Seltenheit.
Viele Pflegekräfte unterschätzen den Einfluss von Zulagen. Nacht, Wochenend und Feiertagsdienste können das Nettogehalt monatlich um mehrere hundert Euro erhöhen, ohne dass die Grundvergütung steigt.
Gehalt nach Bundesland
Auch im Pflegebereich gibt es regionale Unterschiede. In südlichen und westlichen Bundesländern liegen die Gehälter meist etwas höher.
| Bundesland (Beispiel) | Brutto pro Monat (ca.) | Einordnung |
|---|---|---|
| Bayern | 3.500 bis 4.300 Euro | Höhere Grundgehälter, hohe Lebenshaltungskosten |
| Baden Württemberg | 3.400 bis 4.200 Euro | Viele tarifgebundene Kliniken |
| Nordrhein Westfalen | 3.200 bis 4.000 Euro | Großer Klinikmarkt |
| Ostdeutsche Bundesländer | 2.900 bis 3.600 Euro | Teilweise niedrigere Tarifniveaus |
Ausbildung und Einstieg
Der klassische Weg führt über die generalistische Pflegeausbildung, die drei Jahre dauert. Während der Ausbildung erhalten Auszubildende bereits eine Ausbildungsvergütung von ca. 1.200 bis 1.350 Euro brutto im ersten Jahr, steigend bis ca. 1.450 Euro im dritten Jahr.
Nach dem Examen erfolgt der Einstieg meist in einem Krankenhaus oder Pflegeheim. Viele starten im Tarif TVöD Pflege und steigen dort automatisch in höhere Stufen auf.
Netto Beispiel (vereinfachte Rechnung)
Die folgende Rechnung ist stark vereinfacht und dient nur zur Orientierung. Sie ersetzt keine Steuerberatung.
| Beispiel | Brutto (ca.) | Abzüge (ca.) | Netto (ca.) |
|---|---|---|---|
| Ledig, Steuerklasse I | 3.600 Euro | 1.100 bis 1.200 Euro | 2.400 bis 2.500 Euro |
| Mit Schichtzulagen | 4.100 Euro | 1.300 bis 1.400 Euro | 2.700 bis 2.800 Euro |
Karriere und Gehaltsentwicklung
Finanziell lohnt sich in der Pflege vor allem die Weiterbildung. Fachweiterbildungen in Intensivpflege, OP oder Anästhesie erhöhen das Gehalt spürbar. Auch der Wechsel in die Stationsleitung oder Pflegepädagogik bringt höhere Einkommen. Ohne Zusatzqualifikation bleiben die Steigerungen meist tariflich begrenzt.
Fazit
Das Gehalt einer Krankenschwester liegt zum Einstieg bei ca. 2.900 bis 3.300 Euro brutto und steigt mit Erfahrung auf rund 3.400 bis 4.200 Euro. Mit Zulagen, Spezialisierung oder Leitungsfunktion sind auch höhere Einkommen möglich. Finanziell ist der Beruf solide, besonders mit Tarifbindung, verlangt aber körperlich und emotional viel Einsatz.
