Der Mangel an qualifizierten Fachkräften in technischen und wirtschaftlichen Berufen wird in Deutschland immer drängender. Besonders betroffen sind Branchen rund um Informatik, Maschinenbau und Ingenieurwesen. Die AKAD University, bekannt als Deutschlands älteste staatlich anerkannte Fernhochschule, reagiert darauf mit einer ungewöhnlich weitreichenden Initiative: Wer bei AKAD seinen Bachelor erfolgreich abschließt, kann unter bestimmten Bedingungen den anschließenden Master völlig kostenlos absolvieren.
Was steckt hinter dem Angebot?
Das Modell richtet sich an Studierende der Bachelorstudiengänge Informatik, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen und Betriebswirtschaftslehre. Wer sich bis zum 31. Oktober 2025 angemeldet hatte, das Bachelorstudium innerhalb von drei Monaten nach der Anmeldung aufnimmt und den Abschluss in der vorgesehenen Regelstudienzeit (Sprintvariante) schafft, erhält im Anschluss den passenden Masterstudiengang ohne zusätzliche Studiengebühren. Einzige weitere Bedingung: Der Start des Masters muss innerhalb eines Jahres nach dem Bachelorabschluss erfolgen.
Das klingt ambitioniert – und ist es auch. Gleichzeitig macht AKAD damit deutlich, wie ernst die Hochschule die Situation am Arbeitsmarkt nimmt.
Warum gerade jetzt?
Die Zahlen sind alarmierend: Experten gehen davon aus, dass bis 2040 über 660.000 IT-Fachkräfte in Deutschland fehlen werden. In Kombination mit dem Rückzug aus traditionellen Ausbildungswegen und dem demografischen Wandel entsteht ein erheblicher Druck auf Unternehmen und Volkswirtschaft gleichermaßen.
AKAD-Rektor Prof. Dr. Tim Brüggemann bringt die Motivation hinter der Initiative auf den Punkt: Gefragt seien niedrigere Hürden und stärkere Anreize, damit mehr Menschen den Weg in akademische MINT-Berufe finden. Der kostenlose Master sei dabei ein konkreter Beitrag – nicht nur für Einzelpersonen, sondern auch für Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt.
Für wen ist das besonders interessant?
Das Fernstudienmodell der AKAD ist grundsätzlich so gestaltet, dass es sich mit Beruf, Familie und anderen Lebenssituationen verbinden lässt. Der Studienort spielt keine Rolle – alles läuft digital und ortsunabhängig ab. Damit spricht die Hochschule ausdrücklich auch Menschen an, die einen klassischen Präsenzhochschulweg bisher nicht eingeschlagen haben – sei es aus finanziellen Gründen, wegen fehlender zeitlicher Flexibilität oder weil sie bereits im Berufsleben stehen.
Wer also überlegt, sich in einem MINT-Fach weiterzuqualifizieren, ohne dafür den Job aufgeben oder umziehen zu müssen, findet hier einen ungewöhnlich attraktiven Einstiegspunkt.
Fazit
Die Initiative der AKAD University ist mehr als ein Marketinginstrument – sie setzt ein klares Signal in einer Zeit, in der Fachkräftesicherung zur gesellschaftlichen Aufgabe geworden ist. Ein kostenloser Masterabschluss als Bonus für gute Studienleistungen ist in der deutschen Hochschullandschaft bislang einzigartig. Ob das Modell langfristig Schule macht, bleibt abzuwarten. Für Studieninteressierte, die ohnehin mit dem Gedanken an ein Fernstudium spielen, dürfte es jedenfalls ein sehr starkes Argument sein.
